Chorleiter
Yannick Noval
Mit grobem Pinsel ist alles nichts
Vielseitigkeit, Empathie und Tiefe, gewürzt mit einer Prise rheinischem Humor, kennzeichnen Yannick Novals musikalische Arbeit. Ob als Chorleiter, Assistent, Sänger oder Schauspieler: Seinen Aufgaben widmet er sich stets mit voller Hingabe. Musik soll inspirieren, bewegen, „unter die Haut gehen“ – für ihn tut dies insbesondere jene der Komponisten Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Arvo Pärt, mit deren Œuvres er sich mit besonderer Intensität und tiefem Respekt beschäftigt.
Geboren 1986 in Köln, entdeckte Noval seine Liebe zu Musik und Klängen bereits im Kindesalter. Unterricht in den Fächern Klavier und Klarinette (bei Hans Peter Mertens), Gesang und Musiktheorie weckten sein Interesse, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen und sie auf diese Weise an seine Mitmenschen weiterzugeben.
Nach dem Abitur studierte er zunächst Musik für die Sekundarstufe 1 an den Universitäten Siegen und Köln und wechselte 2011 an die Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seine Studien der Chorleitung bei Michael Reif und der Schulmusik für die Sekundarstufe 2 (Gesang bei Martin Lindsay) schloss er mit Bestnoten ab. Meisterkurse in Chorleitung, Stimmbildung und Chordidaktik bei Prof. Volker Hempfling und Prof. Stan Engebretson, vertiefende Studien in Jazzchorleitung bei Prof. Erik Sohn sowie regelmäßiger musikalischer Austausch mit anderen Dirigenten (u. a. Christian Thielemann) lieferten und liefern ihm weitere wichtige musikalische Impulse.
Schon früh übernahm er erste Chorleitungen und musikalische Assistenzen und leitet bis heute diverse Chöre und Vokalensembles unterschiedlicher Niveaus und Könnens im Großraum Köln/Bonn. Hierbei hat er stets jeden einzelnen der Mitwirkenden im Blick. Mit seinem hohen Anspruch an seine eigene Arbeit und einem zutiefst menschlichen und humorigen Ansatz gelingt es ihm stets, zu motivieren und die künstlerische Qualität seiner Ensembles rasch zu verbessern.
Zudem war und ist er bei nunmehr drei der großen Kölner Konzertchöre – der Kölner Kurrende, dem Europäischen Kammerchor Köln sowie dem Konzertchor Köln – als musikalischer Assistent für Stimmbildung und Einstudierung gefragt und geschätzt. Mit Werken wie Johann Sebastian Bachs „Johannes-Passion“ und Carl Orffs „Carmina Burana“ feierten sie unter seiner Beteiligung Erfolge in der Kölner Philharmonie.
In einer Zeit, in der früher musikalischer Bildung ein leider immer geringerer Stellenwert zukommt, liegt Yannick Noval die musikalische Nachwuchsarbeit besonders am Herzen. So ist er seit Mai 2022 als Sänger und Schauspieler für das Projekt „Ohren auf!“ in Kooperation mit dem Gürzenich-Orchester in Kölner Kitas und Kindergärten unterwegs, um bereits die Kleinsten unserer Gesellschaft für die Musik zu begeistern.
Von September 2022-2025 übernahm er zudem die künstlerische Leitung des Oratorienchores Lüdenscheid, mit dem er unter anderem Gabriel Faurés „Requiem“ erfolgreich auf die Bühne brachte. Zum 50-jährigen Chorjubiläum 2024 wurde unter seiner Leitung Puccinis „Messa di Gloria“ aufgeführt. Im Frühjahr 2025 wird er hier mit der Philharmonie Südwestfalen debütieren.
Seit 2024 coacht er regelmäßig das Frauenvokalensemble „Les dames qui chantent“, was ihm besondere Freude bringt.
Yannick Noval engagiert sich aber auch weiterhin im Kirchenchorwesen; es ist ihm ein wichtiges Anliegen, dass dieses Element des Singens fort besteht.
Das Vokalensemble Neunkirchen-Seelscheid liegt Yannick Noval in besonderer Weise am Herzen. Dieses leitet er seit 2024 sehr erfolgreich mit ebenso erfolgreichen Konzerten und musikalische Gestaltungen von Gottesdiensten.
Mit seinem guten Freund Andrea Figallo gestaltet er das von ihm ins Leben gerufene Projekt „One Day Choir“ als Gast für klassische Chormusik.
Seit April 2026 ist Yannick Noval zudem künstlerischer Leiter des Kammerchores „Libera Voce“ Kempen, er freut sich sehr auf diese neue Aufgabe mit einem sehr engagierten und ambitionierten Ensemble.
Vita verfasst von Patricia Siebert
Weitere Infos über Yannick Noval unter www.yannicknoval.de

